Für viele Mann-zu-Frau-Transpersonen ist die Hormontherapie ein wichtiger Schritt in ihrer Transition. Durch die Einnahme von weiblichen Hormonen, insbesondere Östrogen und Antiandrogenen, können sie ihren Körper an ihre Geschlechtsidentität anpassen. In diesem Text möchte ich dir aber von den Auswirkungen und Konsequenzen auf meinen Körper erzählen.
Veränderungen der Erektionsfähigkeit
Eine der häufigsten Veränderungen, die Transpersonen unter Hormontherapie bemerken, ist eine Abnahme der Erektionsfähigkeit. Das liegt daran, dass Antiandrogene die Wirkung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron blockieren, welches für Erektionen verantwortlich ist. Mit der Zeit kann es schwieriger werden, eine Erektion zu bekommen und aufrechtzuerhalten. Manche Transpersonen berichten, dass sie gar keine Erektionen mehr haben.
Bei mir ist das sehr oft so, weswegen ich bei Dates keinen Einfluss darauf habe und deswegen auch keine Garantie dafür geben kann.
Veränderungen der Größe und Beschaffenheit
Neben der Erektionsfähigkeit kann sich auch die Größe und Beschaffenheit des Penis verändern. Viele Transpersonen berichten von einer Verkleinerung des Penis und der Hoden. Das liegt daran, dass die Hoden durch die Unterdrückung von Testosteron schrumpfen und weniger Gewebe produzieren.
Auch die Haut des Penis kann sich verändern. Sie wird oft weicher, dünner und empfindlicher. Manche beschreiben sie als „mehr wie die Haut der Vulva“. Diese Veränderungen können die sexuelle Empfindsamkeit beeinflussen.
Auswirkungen auf sexuelle Funktion und Lust
Die Hormontherapie kann auch Auswirkungen auf die sexuelle Funktion und Lust haben. Viele Transpersonen berichten von einem verringerten Sexualtrieb, insbesondere zu Beginn der Therapie. Das liegt an den sinkenden Testosteronwerten. Was glücklicherweise bei mir nicht der Fall ist.
Auch die Art, wie sexuelle Erregung und Orgasmen empfunden werden, kann sich ändern. Manche beschreiben ihre Orgasmen als weniger genitalbezogen und mehr im ganzen Körper spürbar. Andere haben Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen und zu ejakulieren. Was, mehr oder weniger beides bei mir der Fall ist.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Veränderungen nicht bei allen gleich sind. Manche Transpersonen berichten auch von einem gesteigerten sexuellen Wohlbefinden unter Hormontherapie.
Fruchtbarkeit
Ein wichtiger Punkt ist, dass die Hormontherapie die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Die Produktion von Spermien wird unterdrückt, sodass eine Zeugung auf natürlichem Wege nicht mehr möglich ist. Wer sich die Option einer biologischen Vaterschaft offenhalten möchte, sollte vor Beginn der Hormontherapie Sperma einfrieren lassen.
Was bedeutet das für unser Date?
Für passiven OV kann ich für meine Funktion da unten nicht garantieren. Wenn du eine erhöhte Warscheinlichkeit habe möchtest, müsste ich mich mit entsprechenden Mitteln (die nicht grade günstig sind!) schon vor unserem Date vorbereiten. Das kostet 20€ zzgl. zur Anzahlung extra. Das gleiche gilt für aktiven AV.
Die Hormontherapie kann vielfältige Auswirkungen auf die Funktion des Penis bei Mann-zu-Frau-Transpersonen haben. Veränderungen der Erektionsfähigkeit, Größe, Beschaffenheit und sexuellen Funktion sind häufig, aber individuell unterschiedlich ausgeprägt.
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